Bemerkenswert

Die SPD kümmert sich….

Im Zuge der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie hat die Verwaltung sich im Kitabereich für ein äußerst strenges Vorgehen entschieden: Die Kindertageseinrichtungen der Stadt Achim wurden verpflichtet, ausschließlich Kinder von Eltern zu betreuen, die einen „systemrelevanten“Beruf vorweisen können und bei denen kein Home-Office möglich ist. Doch in der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsen steht es anders. Zitat:„Die Kindertageseinrichtungen wechseln in das Szenario C und sind damit im Grundsatz geschlossen. Notbetreuung wird bis zu 50 Prozent der Gruppengröße angeboten.“ Klar ist demnach, dass die Kitas in das Szenario C wechseln müssen. Dies sieht eine Notbetreuung bis 50% der Gruppengröße vor. Die Systemrelevanz von Berufen spielt keine Rolle. Daher hätte die Verwaltung der Stadt Achim auch beschließen können, dass die Kitagruppen in zwei Gruppen aufgeteilt werden und die eine Gruppe an drei Tagen und die andere an zwei Tagen kommt–im wöchentlichen Wechsel.

Frage: Warum hat sich die Verwaltung für einen solchen drastischen Weg entschieden, der vom Land Niedersachsen so nicht vorgegeben wird?

 

Kinderbetreuung in Achim 2020

Das Rathaus hat den Überblick verloren

„Das Rathaus verliert den Überblick bei der Bereitstellung von Kindergarten- und Krippenplätzen“. Mit diesen deutlichen Worten berichtete Bernd Junker das Ergebnis der jüngsten Sozialausschusssitzung in der Zusammenkunft der Gruppe SPD/Mindermann. „Plötzlich gäbe es wieder eine erhebliche Anzahl freier Plätze bei gleichzeitig bestehender langer Warte- bzw. Absageliste. Vertrauen könne man diesen Zahlenangaben nicht. Unter diesen nicht mehr zu verdeckenden Organisationsmängeln leiden aber die Achimer Familien mit ihren Kindern.“

Die Achimer Sozialdemokraten kämpfen seit Jahren darum, auch durch flexible und schnell wirkende Maßnahmen die Betreuungsangebote deutlich auszuweiten. konnten sich aber seit Beginn dieser Ratsperiode nicht gegen eine Mehrheit des Rates durchsetzen. Der gesetzliche Anspruch jedes Kindes auf einen kostenfreien  Betreuungsplatz, im niedersächsischen Landtag von Sozialdemokraten durchgesetzt, wird in Achim seit Jahren nicht erfüllt. Zwar werde sich voraussichtlich in den nächsten Jahren aufgrund der angeschobenen Investitionen die Situation endlich verbessern, aber eben erst über Jahre verspätet und damit für Hunderte von Kindern zu spät. Paula Akdogan betonte: „Das vom gesamten Rat getragene Achimer Leitbild einer familienfreundlichen Stadt hat unter dieser Rathausleitung erhebliche Risse bekommen, hier müsse dringend eine Veränderung her“.